Wenn man eine Saison in einen Artikel packt, wirkt sie wie eine Reihe von Ausfahrten. Zusammengehalten wurde sie aber vor allem von den normalen Trainingswochen in Bratislava — und von den Kindern, die immer wieder gekommen sind.
Die Saison 2025/26 war abwechslungsreich. Wir blieben beim regelmäßigen Trockentraining, ergänzten im Herbst und Winter die Halle in Lamač und den Spot und erstmals trainierte eine stabile Teens-Gruppe unter Dominik. Auf Schnee starteten wir mit fünf Tagen Einfahren im Schnalstal, machten in Österreich weiter, fuhren Rennen und tauschten im Frühling die Ski nach und nach gegen Inlineskates und Boote.
Nicht ein Höhepunkt, sondern viele kleine Schritte
Im Kindersport schaut man schnell nur auf Rennen. Für uns ist Kontinuität wichtiger: regelmäßiges Training, unterschiedliche Bewegungsreize, gemeinsame Ausfahrten und immer mehr Selbstständigkeit der Kinder auf und neben dem Schnee.
Zuerst Treppen, Laufen, Geschicklichkeit — und eine neue Teens-Gruppe
Wir blieben bei drei Trockeneinheiten pro Woche. Es ging nicht darum, Skifahren ohne Schnee nachzuahmen, sondern Koordination, Kraft, Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Ausdauer aufzubauen. Halle und Spot brachten Abwechslung, die Teens bekamen ein eigenständigeres Programm.
Im Herbst kamen auch die ersten Wettkämpfe ohne Schnee: Waldlauf der Skifahrer und Trockenslalom.






Fünf Tage, die uns viel winterliches Einfahren ersparten
Der erste größere Schneeblock fand im Schnalstal statt. Fünf Tage auf dem Gletscher halfen enorm: Im Dezember mussten wir nicht bei null anfangen.
Die Gletscherbahn bringt Skifahrer von Maso Corto auf über 3.000 Meter; die Höhenlage macht das Gebiet gerade im Herbst für Training interessant.
Zweimal Wurzeralm vor Weihnachten und lockeres Heiligenblut nach Neujahr
Vor Weihnachten folgten zwei Trainingslager auf der Wurzeralm. Jetzt ging es um Regelmäßigkeit auf Schnee, Technik und wechselnde Bedingungen.
Die ersten Tage im neuen Jahr waren lockerer. Es war kein offizielles Camp, aber ein großer Teil des Clubs traf sich in Heiligenblut — gemeinsames Skifahren ohne Trainingsauftrag für jeden Schwung.






Lackenhof, Bratislava-Serie und Slovak Cup
Nach Neujahr folgte Lackenhof. Der kompakte Ötscher eignet sich gut, um freies Fahren und gezielteres Training zu verbinden.
Im Winter gab es drei Läufe der Bratislava Skiserie, bei denen sich unsere Kinder schön platzierten. Außerdem starteten wir beim Slovak Cup auf der Kubínska hoľa. Noch wichtiger als das Resultat ist, Start, Strecke, Fehler und den nächsten Lauf ruhig zu bewältigen.

Hinterstoder, Wurzeralm und Firn statt Januar-Hartschnee
Den Ski-Teil der Saison beendeten wir in Hinterstoder und im März auf der Wurzeralm. Frühlingsschnee ist eine andere Schule: hart am Morgen, später Firn, ständig wechselnder Untergrund.
Deshalb lohnt es sich, nach dem letzten Rennen weiterzufahren. Weicher Frühlingsschnee lehrt Anpassung anders als eine perfekte Morgenpiste.
Ski weg. Rollen, Wasser und kurz Ruhe.
Im Juni kam der Inline-Slalom im Park Jama — ein guter Übergang von Winter zu Sommer mit Balance, Rhythmus und Linienwahl.
Den endgültigen Saisonabschluss bildete die gemeinsame Paddeltour in Szob. Nach Monaten mit Training und Ausfahrten brauchten wir auch Tage ohne Zeit und Ergebnis — am Wasser, mit Zelten und einem gemeinsamen Abend.
Eine Saison endet nicht mit dem letzten Rennen
Würden wir das Jahr nur in Medaillen messen, ginge ein großer Teil des Clublebens verloren. Genauso wichtig ist, dass die Kinder gemeinsam laufen, Ski fahren, skaten, reisen und am Ende paddeln.
Die neue Saison beginnt deshalb nicht mit dem ersten Schnee, sondern wieder mit einem ganz normalen Training in Bratislava.
Materialien und Quellen
- Saisonzusammenfassung und Clubfotos der Ski Lokomotíva
- Alpin Arena Schnals — Gletscherskigebiet
- SKI Loko — Wurzeralm
- SKI Loko — Lackenhof
- SKI Loko — Hinterstoder
- SKI Loko — Paddeltour Szob 2026