Was ist eine Startnummer
Startnummer ist die einem Teilnehmer für einen bestimmten Wettbewerb oder ein Rennen zugewiesene Nummer. Sie wird auf dem offiziellen Rennanzug getragen, der oft mit dem englischen Wort bib. bezeichnet wird. Im Alltag bezeichnet der Ausdruck Startnummer sowohl die Zahl selbst als auch den gesamten Anzug.
Die Nummer verbindet den Teilnehmer mit den Angaben auf der Startliste und in den Ergebnissen. Sie wird von den Schiedsrichtern, dem Starter, der Zeitmessung, dem Sprecher, den Trainern und den Organisatoren verwendet. Ein Teilnehmer kann bei verschiedenen Rennen eine andere Nummer tragen; es handelt sich nicht um eine dauerhafte persönliche Kennzeichnung.
Die Startnummer ist nicht immer die Startreihenfolge
Startnummer, Startreihenfolge und Endplatzierung sind drei unterschiedliche Angaben:
- Startnummer identifiziert den Teilnehmer,
- Startreihenfolge legt fest, wann der Teilnehmer auf die Strecke geht,
- Platzierung gibt seine Reihenfolge in den Ergebnissen an.
In der ersten Runde eines Rennens kann die Nummer der Reihenfolge auf der Startliste entsprechen, darauf darf man sich jedoch nicht in allen Formaten verlassen. Im üblichen zweiläufigen Slalom oder Riesenslalom wird die Reihenfolge der zweiten Runde nach den jeweiligen Regeln und den Ergebnissen der ersten Runde festgelegt. Dabei behält der Teilnehmer in der Regel seine ursprüngliche bib. Ein Skifahrer mit der Nummer 12 muss daher in der zweiten Runde nicht als Zwölfter starten.
Entscheidend ist immer die offizielle Startliste und die Anweisungen der Startschiedsrichter, nicht nur die Zahl auf dem Rennanzug.
Was die Regeln verlangen
Die internationalen FIS-Regeln für den alpinen Skilauf schreiben vor, dass alle Teilnehmer während des Rennens eine offizielle Startnummer tragen müssen. Die in einem Wettbewerb verwendeten Bibs müssen die gleiche Form und Größe haben; auch die Art der Befestigung und die Ausführung der Zahlen dürfen nicht verändert werden. Design und Werbeaufdrucke unterliegen gesonderten FIS-Regeln.
Der Teilnehmer darf den Anzug daher nicht eigenmächtig zerschneiden, falten, umdrehen, abkleben oder die Befestigung verändern. Erhält er die falsche Nummer oder geht der Bib verloren oder wird beschädigt, muss dies sofort dem Organisator oder dem Schiedsrichter am Start gemeldet werden. Eine Ersatzlösung hat der Organisator gemäß den Regeln des Wettbewerbs festzulegen.

Die Zahl selbst ist kein Messgerät. Die Zeit wird mit einem zugelassenen Zeitmesssystem erfasst und anschließend dem richtigen Teilnehmer zugeordnet. Die genaue Identifikation der Nummer ist daher auch bei der manuellen Notzeitnahme und bei der Ergebniskontrolle wichtig.
Praktische Bedeutung für das Kind
Bei Kinderwettkämpfen ist die Startnummer eine einfache Orientierungshilfe. Das Kind weiß daran, wann es sich bereit machen soll, und der Trainer kann es im Startbereich leichter finden. Die Nummer darf jedoch nicht die Kontrolle von Name, Kategorie und Startliste ersetzen – besonders dann, wenn an diesem Tag mehrere Rennen stattfinden oder neue Bibs ausgegeben werden.
Bewährte organisatorische Praxis vor dem Start ist:
1. die Nummer auf dem Bib mit der offiziellen Startliste vergleichen, 2. ihn so darüber anziehen, dass die Ziffern lesbar sind, 3. prüfen, dass die Träger nicht verdreht sind und die Bewegung nicht einschränken, 4. die aktuelle Startreihenfolge und die ungefähre Vorbereitungszeit feststellen, 5. bei Unstimmigkeiten den Trainer oder den Schiedsrichter ansprechen.
Ein jüngerer Skifahrer sollte sich seine Nummer merken, doch ein Erwachsener muss auch seinen Namen und seine Kategorie überprüfen. Gleichzeitig erklärt der Trainer, dass eine niedrige oder hohe Nummer allein kein Ergebnis vorhersagt. Die Streckenbedingungen können sich ändern, aber die Leistung hängt weiterhin vor allem von der Fahrt, dem Bewältigen der Strecke und der Einhaltung der Regeln ab.
Typische Fehler und Missverständnisse
Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass die Nummer 25 automatisch 25. Platz oder immer 25. Start bedeutet. Ein weiteres Problem ist das Verdecken der Nummer durch die Jacke, das Vertauschen von Bibs zwischen Kindern oder das Gehen zum Start nach Gefühl ohne Kontrolle der Startliste.
Aus Trainersicht gehört der Umgang mit der Startnummer zur grundlegenden Selbstständigkeit im Wettkampf. Das Kind lernt nach und nach, seine Daten zu kontrollieren, das Aufrufen der Nummern zu verfolgen und rechtzeitig in den Startbereich zu kommen – ohne unnötigen Stress und ohne die Vorbereitung der anderen Teilnehmer zu stören.
Quellen und weiterführende Lektüre
- FIS – International Competition Rules for Alpine Skiing, Artikel 606.5 Start Numbers (Bibs)
- FIS – Alpine Skiing Documents
- FIS – Event Marketing, Werberegeln und Kennzeichnungen der Wettkampfausrüstung
- FIS – Timing & Data, Regeln und Dokumentation der Zeitnahme
- FIS – offizielles Beispiel einer Startliste für alpine Rennen
- U.S. Ski & Snowboard – 2026 Alpine Competition Guide
- U.S. Ski & Snowboard – Alpine Competition Resources